Schnee-Eis!

Der kleinste Eisdiele Deutschland bringt ein Hauch von Nostalgie

Der bunte Eiswagen hält an, der Eismann klingelt und die Kinder rennen kreischend um das Eis zu kosten. So war in Capri in den '50 Jahren, und so ist es in München heute! Seit neun Jahren, erste Mai bis 30. September, am sonnigen Tagen, fährt Signor Rossi mit dem Eismobil seine Runden im Hirschgarten. Er bereitet traditionelle “Granita" zu. Die Kinder sind begeistert, die Erwachsenen staunen. Sagt Signor Rossi: “Das Eis, welches in Italien Granita nennt, ist in vielen Länder sehr beliebt. Raspadilla in Peru, Kaki-Gori in Japan, Yach Dar Behescht in Iran, Snow Cone in den USA, Slushi in Australien, Granizado in Spanien, sind alle Namen für diese Ur-Form des Speiseeis. Viele Deutsche, die Rom gut kennen, haben an dem Kiosk am Tiber, in den heißen Sommernächten, die berühmte Grattachecca gekostet. In Deutschland gab es kein Name dafür und so habe ich es Schnee-Eis getauft, nach dem “Schnee”, der aus einem Eisblock mit einem schaber erzeugt wird. Dann kommt der Geschmack durch einem Sirup: Erdbeere, Himbeere, Zitrone, Orange, Mango, Minze, Kokosnuss verleihen ihre spezielle Aroma dieser Köstlichkeit, die man schlürft und mit einem Löffelchen isst. 

Buchung

Arrow down

Das Projekt

Ein Blick Zurück - Ein Schritt Nach Vorne

Die Geschwindigkeit, mit der sich unsere Welt entwickelt, nimmt ständig zu. Wir werden täglich damit konfrontiert, den Anforderungen unserers Systems gerecht zu werden, dessen Maschinerie uns beherscht, statt umgekehrt. Oft muß es erst zum "Burnout" kommen, bevor wir etwas ändern. Eine Sehnsucht nach etwas Menschlichkeit läßt uns innehalten und das Verständnis für "Entschleunigung" wachst.
  
Während meiner Kindheit in Florenz, gab es noch fliegende Händler. Sie boten ihre Waren und Dienstleistungen auf der Straße und vor den Häusern an. Besonders für uns Kinder war es immer sehr aufregend, denn einige von ihnen verkauften Eis oder Süßigkeiten vor unseren Schulen, den Kinos oder auf Volksfesten. Ihre Verkaufsstände waren mobil und nur mit dem notwendigsten ausgestattet. Sie waren oft bunt bemalt und fantasievoll ausgestattet.
 
2004 bot sich mir die Gelegenheit ein Transport-Dreirad aus den 30er Jahren in Italien zu kaufen, daß ich mit mühevoller Hingabe restaurierte und in einen mobilen Eiswagen verwandelte. Im Sommer 2005 wurde das Projekt. EIN BLICK ZURÜCK - EIN SCHRITT NACH VORNE geboren und fand auch die Unterstützung seitens der Behörden. 
 
Seitdem dreht "Valentino's Dreiradl" (benannt nach meinem ersten Enkel), von Mai bis Oktober, regelmäßig bei schönem Wetter, seine Runden im Hirschgarten. 

Galerie

Geschichte des Speiseeis

Schnee mit Rosenwasser für Kaiser Nero

Schon vor 2000 Jahren wussten die Chinesen diesen Genuss an heißen Sommertagen zu schätzen: Schnee und Früchte bildeten die Zutaten für die kühle Gaumenfreude. Diese Mischung von Schnee und Obstsaft bildete also das allererste Speise-Eis. Auch die Griechen mixten sich aus dem Schnee des Olymp, Honig, Fruchtsäften und Wein eine exklusive Götterspeise. Kaiser Nero ließ sogar Schnee aus den Alpen nach Rom transportieren. Für die Boten bedeutete dies ein Wettlauf mit der Zeit, den einige von ihnen mit dem Leben bezahlten. Am Ziel angekommen, wurde der Schnee sorgfältig in Erdgruben gelagert und später mit Honig, Zimt oder Rosenwasser verfeinert.

In Kleinasien wurden schon damals Obstsäfte im Schnee gekühlt, und in der Bibel lesen wir dass Abraham eine Schüssel mit Ziegenmilch vermischt und mit Schnee von Isaac serviert bekam. Während der arabischen Besetzung Siziliens (827-1001) wurde dort das Sorbet (Sharbet) eingeführt, aus gefrorenem Obstsaft, Zucker und Wasser hergestellt. Granita, wie man sie nennt, nach seiner Granulat-Konsistenz, ist heute noch bei den Sizilianern sehr beliebt und wird im Sommer sogar beim Frühstück mit Brot serviert.

Während des Mittelalters wurde die Gefriertechnik im Nahen Osten verbessert. Behälter mit Obstsaft wurden in Fässern mit Schnee oder zerkleinertem Eis eingefroren und über längere Zeit kalt aufbewahrt. Dieses Verfahren wurde noch jahrhundertlang gepflegt.

1292, als Marco Polo aus China zurückkam, erzählte er, daß in jenem Land überall “gefrorene Getränke” verkauft wurden. Vermutlich wurde China die Technik eingeführt, Salz auf Eis zu streuen, um eine Temperatur tiefer als 0° zu erreichen. Dieses ist notwendig, um Milch oder zuckerhaltige Substanzen einzufrieren. Der Weg zur modernen Eisproduktion war offen. In der Renaissance stellte Buontalenti, Künstler und Architekt am Hof der Medici, aus Milch, Eiern und Früchten ein Produkt her, das unserem Speise-Eis ähnlich war. Als Caterina de' Medici nach Paris kam, um Henry II zu heiraten, führte sie diese Spezialität am Hof ein.

Ganze hundert Jahre dauerte es, bevor das Volk diese Neuigkeit kosten durfte, bis Procopio de’ Coltelli aus Sizilien das erste Eislokal in Paris öffnete: die Maison de Café. Während in Sizilien Schnee und Eis immer noch aus den Bergen ins Tal gebracht wurden, erhielt er von König Louis XIV die Genehmigung zur Alleinherstellung und zum Alleinverkauf des begehrten Produkts. Damit wurde er reich und berühmt. Mit der Entwicklung von elektrischen Kühlsystemen, Anfang des 20. Jahrhundert, wurde die Produktion von Speise-Eis deutlich vereinfacht und der Konsum von Eis, wie es wir heute kennen, stieg stetig und verbreitete sich rasch um die ganze Welt.

Seitdem wurde Speise-Eis immer weiter verfeinert, mit unzähligen Variationen aus den verschiedensten Zutaten und mit künstlerischen Kreationen, auf der ewigen Suche nach dem ganz besonderen Geschmack. Wir wagen uns einen Schritt zurück, vielleicht zurück in die Zukunft, nämlich zu Schnee und Früchten. Kurz gesagt: Schnee-Eis!

Buchung

Der Wagen mit Schnee-Eis kann gebucht werden. Preise und andere Einzelheiten sind auf Anfrage, bitte melden Sie sich unter “Kontakt” um einen Kostenvoranschlag zu erhalten.

Kontakt

Setzen Sie mit uns sich in Verbindung

Bitte schreiben Sie eine E-Mail oder rufen Sie uns an, um mehr darüber zu erfahren Valentio's Dreiradl!

  • Please use a REAL email address so that we can get back to you.