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Die Geschichte von Speiseeis

Wie es immer Schnee gab, gab es auch Obstbäume. Schon die alten Chinesen pflegten, in den heißen Sommertagen, eine Mischung aus Schnee und Früchten zu verspeisen.

Es wird berichtet daß die Griechen der Antike, aus Honig, Fruchtsäften, Wein und Schnee eine göttliche Süßspeise zubereiteten.
Kaiser Nero ließ Schnee aus den Alpen nach Rom transportieren. Für die Boten war es ein Wettlauf mit der Zeit um soviel Eis ans Ziel zu bringen, und es drohte Strafe.

Schnee und Eis wurden in tiefen Keller gelagert und selbst in den Sommermonate wurden am Kaiserhof Schnee und Eis serviert, verfeinert mit Honig, Zimt und Rosenwasser,

Die arabische Besetzung Siziliens (827-1001) führte eine Köstlichkeit ins Land ein, hergestellt aus gefrorenen Obstsaft, Zucker und Wasser. Der aus dem Arabischen genannt Sorbet, änderte später seinen Namen in "Granita", nach seiner kernige Eiskonsistenz. Granita ist bis heute bei den Sizilianern sehr beliebt und wird zum Frühstück mit einem kleinen Gebäck gegessen, ähnlich wie ein Croissant odes Brotchen.

Nach und nach, wurde die Gefriertechnik im Nahen Osten verbessert: Behälter mit Obstsaft wurden in Fässern mit Schnee oder zerkleinertem Eis eingefroren und über längere Zeit kalt aufbewahrt.

 

Das Verfahren, Salz auf Eis zu streuen um die Temperatur unten den Gefrierpunkt zu senken, war schon lange bekannt. Hier wurde es eingesetz, um Milch oder Zuckerhaltige Substanzen frieren ein (ca. -18°). Diese frierende Maße bildet, bei ständiger Verrührung, eine geschmeidige maße, unsere moderne Eiskrem. Dieses Prozzess blieb nah zu unbekannt bis der Künstler und Architekt Buontalenti, für die Hoffamilie de'Medici in Florenz ein gefrorenes Dessert aus Milch, Eiern und Früchte erstellte. Es war die Neugkeit schlechihn und wurde sehr begehrt unter den Adeligen. Als Caterina de' Medici nach Paris kam, um Henry II zu heiraten, brachte sie mit die Hofbäcker und -Konditore, die die beste Spezialitäten aus Italien einführten. Somit wurde der "Gelato", unsere Eiskrem zum meist beliebtes und begehrtes Dessert am Hof.

Ganze hundert Jahre dauerte es, bevor das Volk diese Neuigkeit kosten durfte, genau gesagt bis Procopio de’ Coltelli aus Sizilien das erste Eislokal in Paris öffnete: Maison de Café. Es war ein riesigen Erfolg und während Schnee und Eis noch aus den Bergen Siziliens für die Granita ins Tal gebracht wurden, erhielt Procopio de' Coltelli von König Louis XIV die Genehmigung zur Alleinherstellung und zum Alleinverkauf des begehrten Produkts. Damit wurde er reich und berühmt. Die folge kenne wir schon, heute gibt es unzälige gute Eisverkäufer.

Im Hirschgarten könnt ihr man das Speiseis probieren, wie es vor lange Zeit war, nämlich Schnee-Eis im Becher.